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06 May 2020 11:50
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QuPuG 02/21 Preview

Erleben und Umgang mit professionell-ethischen Wertekonflikten von frischdiplomierten und erfahrenen Pflegefachpersonen auf onkologischen Abteilungen in einem Deutschschweizer Spital – eine qualitative Studie

KATRIN BACHMANN1, MICHAEL KLEINKNECHT-DOLF2, REBECCA SPIRIG3

Zusammenfassung

Hintergrund: Pflegefachpersonen erleben im Praxisalltag ethische Wertekonflikte. Um sie im Umgang gezielt zu unterstützen, sind Kenntnisse dazu und über die damit verbundenen Lösungsstrategien notwendig. Ziel: Mit dieser qualitativen Studie explorierten wir, wie frischdiplomierte und erfahrene Pflegefachpersonen ethische Wertekonflikte beschreiben und wie sie damit umgehen. Methode: Mit 12 Pflegefachpersonen unterschiedlicher Erfahrung wurden vignettenbasierte Einzelinterviews durchgeführt. Die Analyse erfolgte mittels Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnisse: Alle Teilnehmenden beschrieben im Zusammenhang mit dem klinischen Alltag Situationen mit vergleichbaren Wertekonflikten, wobei die erfahrenen Pflegefachpersonen diese tendenziell präziser benennen und in einen größeren Bezugsrahmen einordnen konnten. Gemäß ihren eigenen Worten trauen sich Novizinnen weniger, ethische Wertekonflikte anzusprechen. Novizinnen und Erfahrene beschrieben neben transformativen Strategien auch Rückzugsstrategien als Bewältigungsform. Schlussfolgerungen: Pflegefachpersonen können das Benennen von ethischen Wertekonflikten und den Umgang damit erlernen. Neben einer ethischen sensiblen Arbeitsumgebung sind dazu auch edukative Maßnahmen notwendig, mit denen die Entwicklung der ethischen Kompetenz und moralischen Resilienz gefördert werden kann. 

Schlüsselwörter: Ethik, ethische Wertekonflikte, Pflegefachpersonen, moralische Kompetenz, qualitative Studie

Experiencing and handling ethical value conflicts of newly qualified and experienced nurses in oncology departments in a German-speaking hospital – a qualitative study


Abstract

Background: Nurses experience ethical value conflicts in everyday practice. In order to support them specifically in dealing with these, knowledge about their ethical value conflicts and their strategies is necessary. Aim: With this qualitative study, we explored how newly qualified and experienced nurses describe ethical value conflicts and how they deal with them. Method: Individual vignette-based interviews with 12 nurses with different levels of experience were conducted. Data analysis was carried out using content analysis according to Mayring. Results: All participants described similar value conflicts in connection with everyday clinical practice, with experienced nurses tending to designate them more precisely and place them within a larger frame of reference. In dealing with these, novices dare less to address ethical value conflicts. Novices and experienced nurses described not only transformative strategies but also withdrawal as a coping strategy. Conclusions: Nurses can learn to name and handle ethical value conflicts. In addition to an ethical and sensitive work environment, educational support is necessary to promote the development of their moral competence and resilience.

Keywords: Ethics, ethical value conflict, nurses, moral competence, qualitative study

Korrespondenzadressen: Dr. Michael Kleinknecht, michael.kleinknecht@usz.ch, 0041 44 255 38 82


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1 Katrin Bachmann (MScN), Pflegeentwicklung und -qualität I Pflege & Soziales, Luzerner Kantonsspital
2 Michael Kleinknecht-Dolf (PhD, RN), Direktion Pf lege und MTTB, UniversitätsSpital Zürich
3 Rebecca Spirig (Prof., PhD, RN), Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel
Hinweis: Katrin Bachmann und Michael Kleinknecht-Dolf teilen sich die Erstautor*innenschaft.
Auftraggebende: Diese Studie wurde als Unterstudie der DRG-Begleitforschung Pf lege „Monitoring des Einflusses der DRGFinanzierung auf Pflegekontextfaktoren in Schweizer Akutspitälern“ durchgeführt.
Finanzierung: Die DRG-Begleitforschung Pflege wurde neben dem Schweizerischen Nationalfonds vom Käthe-Zingg-Schwichtenberg Fonds, der Gottfried und Julia Bangerter- Rhyner Stiftung, der Olga Mayenfisch Stiftung, der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz, dem  Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und -männern, sowie einer anderen Stiftung, die namentlich nicht genannt werden möchte, finanziert.
Eingereicht am: Winter 2018
Angenommen am: Frühjahr 2020