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23 Nov 2018 09:36
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QuPuG 02/18 Kurzfassungen


Wiedererlangung der physischen Mobilität im Pflegeheim – Erkenntnisse aus einer qualitativen Multiple Holistic Case Study

Laura Adlbrecht1, Hanna Mayer1

Zusammenfassung

Die Mobilität der meisten Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner reduziert sich im Laufe des Aufenthalts, jedoch kann bei einigen eine Steigerung festgestellt werden. Reduzierte Mobilität wurde in den letzten Jahren ausgiebig beforscht, aber darüber, wie Mobilität wiedererlangt wird, ist wenig bekannt. Ziel dieser Arbeit ist, die Entstehung von Mobilitätsverbesserungen bei bereits mobilitätseingeschränkten Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern zu erforschen. Es wurde eine qualitative Case Study mit acht typischen Fällen realisiert. Daten wurden mit problemzentrierten Interviews erhoben und zuerst innerhalb eines Falles sowie anschließend fallübergreifend kodiert und kategorisiert. Der Prozess der Wiedererlangung der Mobilität wird durch eine plötzliche Reduktion der Mobilität und Selbstständigkeit ausgelöst. Darauffolgend setzen sich Bewohnerinnen und Bewohner das Ziel, wieder selbstständig
zu werden, wohingegen die Pflegepersonen in ihren Zielsetzungen die Mobilität fokussieren. Von einem sicheren Mobilitätsniveau ausgehend werden Mobilität und Selbstständigkeit stufenweise in einem iterativen Prozess wiedererlangt und wirkt sich auf weitere Lebensbereiche aus. Aus dieser Studie  können Anhaltspunkte für die Entwicklung mobilitätsfördernder Interventionen abgeleitet werden.

Schlüsselbegriffe: physische Mobilität, Alters- und Pflegeheim, Multiple Case Study
 

Regaining physical mobility in nursing homes – Insights from a qualitative multiple holistic case study


Abstract

Most residents become increasingly immobile in nursing homes, although some experience an increase in mobility. Reduced mobility has been studied extensively in recent years, but little is known on how mobility improves. This study aims to explore the development of mobility improvements of nursing home residents with impaired physical mobility. A qualitative multiple holistic case study was conducted using problem-centered interviews. Data was coded and categorized within and afterwards across different cases. Eight typical cases were selected. The process of regaining mobility is initiated after a sudden reduction in mobility and independence. Subsequently, residents aim to improve their independence, whereas nurses focus on mobility itself. Starting from a safe level, mobility and independence improve stepwise in an iterative process, affecting other areas of life. Based on this research, it is possible to derive indications for the development of mobility promoting interventions.

Keywords: physical mobility, nursing home, case study

Korrespondenz: Laura Adlbrecht

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1 Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien
Eingereicht am: 14.07.2017
Angenommen am: 16.05.2018

 

„Kann ich mir das überhaupt zumuten?“ Wie Menschen mit zerebralem Insult und Multipler Sklerose die mobilitätsfördernde Pflegeintervention auf dem Boden erleben

Susanne Suter-Riederer1,2, Romy Mahrer Imhof2,3, Wilfried Schnepp2, Lorenz Imhof2,3

Zusammenfassung

Die Mobilitätsfördernde Pflegeintervention (MFP) wurde für Patientinnen und Patienten in der Neurorehabilitation entwickelt und in einem RCT erfolgreich getestet. Die vorliegende qualitative Studie beschreibt, wie Teilnehmende das Verlegen des Schlafplatzes auf eine Matratze am Boden und die damit indizierte Bewegungsförderung erlebten. Die narrativen Interviews (n=61) wurden am Ende des Klinikaufenthalts geführt. Die Analyse orientierte sich an einem interpretativen phänomenologischen Ansatz. Die Teilnehmenden erlebten einen Prozess, der am Anfang durch unbekannte Bewegungssequenzen Unsicherheit erzeugte. Der Alltagsbezug der Intervention und die Beteiligung
an Entscheidungsprozessen halfen den Teilnehmenden, eine neue Normalität und einen anderen Bezug
zu ihrem Körper zu entwickeln. Neben dem gewohnten Training, förderte die Entwicklung neuer Bewegungsmuster und die Zeit sich auszuruhen/zu versöhnen, die Selbstständigkeit. Die Resultate zeigen, dass MFP ein ergänzendes Lernangebot zum trainingsfokussierten Rehabilitationsprogramm sein kann.

Schlüsselbegriffe: Erleben, Pflegeintervention, Bewegungsförderung, Alltag, Phänomenologie
 

„Can I put up with this?“ How people with cerebral insult and multiple sclerosis experience the floor based mobility enhancing nursing intervention

Abstract

A nursing intervention (MENI) was developed to enhance mobility of patients in neurorehabilitation. It was tested in a randomized controlled trial. The aim of this qualitative study is to describe how patients experienced MENI and how their daily life in rehabilitation was affected. Narrative interviews with patients of the intervention group were collected before their discharge. The interviews (n=61) were analyzed with an interpretive phenomenological approach. Patients experienced a process where MENI with its unknown movement sequences increased uncertainty at the beginning. A close link between the intervention and daily activities as well as the involvement in decisionmaking processes helped patients build a new normality and lead to a changed relationship with their bodies. Besides training, the common development of new movement skills and time to relax and conciliate were successful practices of the patients to gain independency. The results show that MENI can be a complementary intervention to the training-focused rehabilitation program.

Keywords: experience, nursing intervention, mobility, daily life, phenomenology

Korrespondenz: Susanne Suter-Riederer, PhD cand., MSCN, RN susanne.suter-riederer@zhaw.ch

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1 Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur
2 Universität Witten/Herdecke
3 Nursing Science & Care, Wintherthur

Eingereicht am: 21.12.2017
Angenommen am: 10.07.2018

 

Das integrative Basisverfahren von Kruse als qualitativ-rekonstruktive Methode für Interviews am Beispiel von Menschen mit geistiger Behinderung

Cornelia Geukes1, Änne-Dörte Latteck2

Zusammenfassung

Menschen mit einer geistigen Behinderung sind in der qualitativen Interviewforschung unterrepräsentiert. Durch kognitive und kommunikative Besonderheiten dieser Menschen werden die qualitative Erhebung und die Analyse von subjektiven Sichtweisen stark erschwert. Der Einbezug der subjektiven Sichtweisen von Menschen mit geistiger Behinderung ist aus forschungsmethodischer Sicht unverzichtbar, um beispielsweise zielgruppenspezifische Konzepte zur Verbesserung der Versorgung der Betroffenen entwickeln zu können. Dafür ist eine Weiterentwicklung der qualitativen Interviewforschung innerhalb der partizipativen Forschung bei dieser Bevölkerungsgruppe essentiell. Kruse (2014) entwickelte ein integratives Basisverfahren als Analysemethode, die die rekonstruktive Auswertung von Interviewmaterial von Menschen mit einer geistigen Behinderung ermöglicht. Es beinhaltet bewährte Analyseschritte aus der Grounded Theory Methodologie und analysiert das spezielle Datenmaterial von Menschen mit einer geistigen Behinderung auf einer sprachlich-kommunikativen Ebene. In diesem Artikel wird das integrative Basisverfahren für die Auswertung von qualitativem Interviewmaterial von Menschen mit einer geistigen Behinderung an einem forschungspraktischen Beispiel zu der Frage, wie Menschen mit geistiger Behinderung ihre Gesundheit konstruieren, vorgestellt und diskutiert.

Schlüsselbegriffe: integratives Basisverfahren, geistige Behinderung, qualitative Interviews, rekonstruktive Forschung, gesundheitsbezogene Entscheidung
 

The integrative basic method of Kruse as a qualitative-reconstructive method for interviews using the example of people with intellectual disabilities


Abstract

People with intellectual disabilities are underrepresented in qualitative interview research. Cognitive and
communicative restrictions make the qualitative survey and the analysis of subjective perspectives very difficult. Including the health-related subjective perspectives of people with intellectual disabilities is indispensable from a research methodological point of view in order to be able to, for example, develop target group-specific concepts for improving the care of those affected. For this, further development of qualitative interview research within participatory research is essential for this population group. Kruse (2014) developed the integrative basic procedure as an analysis method, which enables the reconstructive evaluation of interview material from people with intellectual disabilities. It incorporates proven ground-based theory methodology analysis and analyzes the specific verbal data of people with mental disabilities at a linguistic-communicative level. This article presents and discusses the integrative basic method for the evaluation of qualitative interview material of people with intellectual disabilities in a research-practical health-related example.

Keywords: integrative basic procedure, intellectual disability, qualitative Interviews, qualitative-reconstructive research, health-related decision

Korrespondenz: Cornelia Geukes, MSc cgeukes@fh-bielefeld.de

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1 Fachhochschule Bielefeld (University of Applied Sciences), Institut für Bildungsund Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG)
2 Fachhochschule Bielefeld (University of Applied Sciences), Fakultät für Wirtschaft und Gesundheit, Fachbereich Gesundheit und Pflege
Eingereicht am: 17.12.2017
Angenommen am: 21.08.2018

 

Das Erleben von Fixierung und Isolierung in der Akutpsychiatrie aus Sicht der Patientinnen und Patienten – Ein qualitativer und systematischer Literaturreview

Florian Wostry1, Karoline Schermann1

Zusammenfassung

Für Pflegepersonen stellen Zwangsmaßnahmen eine Gratwanderung im ethischen und rechtlichen Bereich dar. Die Entscheidung, welche Zwangsmaßnahme am besten für das Wohl der Patientin bzw. des Patienten ist, hängt von den unterschiedlichen Empfindungen der Betroffenen und der Pflegepersonen sowie von den Gepflogenheiten der Institutionen ab. Das Ziel dieser Literaturarbeit ist zu beschreiben, wie psychiatrische Patientinnen und Patienten Zwangsmaßnahmen in Form einer mechanischen Fixierung oder Isolierung in der stationären psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege erleben. Die Literaturrecherche wurde von Mai bis September 2016 in den Datenbanken Academic Search Elite (via EBSCO-Host), CINAHL complete® (via EBSCO-Host), Medline (via PubMed) und psyndex (via PubPsych) durchgeführt. Insgesamt konnten neun Studien in die Literaturarbeit inkludiert werden. Vor allem Kommunikations- und Informationsmangel, Traumatisierung, Angst, Wut, Aggression sowie Abneigung gegenüber dem Pflegepersonal und der Institution standen im Mittelpunkt des Erlebens der Patientinnen und Patienten. Vereinzelt hatten Patientinnen und Patienten auch positive Erlebnisse, wie das Gefühl von Sicherheit und Schutz vor sich selbst oder anderen Personen. Die mechanische Fixierung und Isolierung wird von Patientinnen und Patienten unterschiedlich erlebt und beurteilt, eine Auswahlmöglichkeit auf psychiatrischen Akutstationen wäre wünschenswert. Eine stetige Kommunikationsmöglichkeit zwischen Patientin/Patient und Pflegepersonal ist zu gewährleisten.
Für die Pflegeforschung ist es wichtig, Leitlinien und Prozessstandards für die jeweilige Zwangsmaßnahme zu entwickeln. Zugleich sollen Präventionsmaßnahmen implementiert und weitere Zwangsmaßnahmen, wie der Time Out Room und die körperliche Fixierung, berücksichtigt werden.

Schlüsselbegriffe: Fixierung, Isolierung, Psychiatrie, Patienten, Erleben
 

Patients‘ experiences of mechanical restraints and seclusion in psychiatric acute wards


Abstract

Coercive measures pose an ethical and legal challenge for caregivers. In order to decide which coercive measure is best for the patient, the patients’ and nurses’ feelings and perceptions as well as institutional standards must be considered. The aim of this paper is to explore how psychiatric patients experience mechanical restraints and seclusion. A literature research was carried out between May and September 2016 in the scientific databases Academic Search Elite (via EBSCO-Host), CINAHL complete® (via EBSCO-Host), Medline (via PubMed) and psyndex (via PubPsych). Nine studies were included in this paper. Lack of communication and information, traumatisation, anxiety, anger, aggression, and dislike against the caregivers and the institution characterized the patients’ experiences. Occasionally, the patients witnessed positive feelings like safety or protection from themselves or from fellow patients. Patients’ experiences and evaluations of mechanical restraints and seclusion vary widely, thus
improved choices on psychiatric acute wards would be desirable. Options for communication between patients and nurses have to be ensured at all times. It is important to develop clear guidelines and procedural standards for each coercive measure. Furthermore, preventive measures should be implemented and further coercive measures like time out rooms and physical restraint should be taken into consideration.

Keywords: mechanical restraints, isolation, psychiatry, patient, experience

Korrespondenz: Ing. Florian Wostry, BScN florian.wostry@gmx.net

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1 UMIT Private Universität für Gesundheitswissenschaften,
Medizinische Informatik und Technik
Eingereicht am: 08.01.2018
Angenommen am: 18.07.2018