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05 Mai 2026 11:58
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QuPuG 01/26 Kurzfassungen

KI in der qualitativen Forschung: Methodologie, Praxis und Ethik im Wandel

JUDY GORE1,2, IRINA IGERC1, OLIVER RADINGER1, FLORIAN WOSTRY1 & BERTA SCHREMS1

Korrespondenzadressen: berta.schrems@univie.ac.at

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1 Universität Wien, Institut für Pflegewissenschaft
2 Universität Wien, Fakultät für Sozialwissenschaften

 


 

Unterstützungsbedürfnisse informell pflegender Männer in palliativen Pflegesituationen. Eine qualitative deskriptive Querschnittstudie.

 DANIEL TRUBER1, KAROLINE SCHERMANN2, ANGELA FLÖRL2 & CHRISTIANE KREYER2

Zusammenfassung

Das Wissen über informell pflegende Männer in Palliativsituationen in Österreich ist bislang begrenzt. Ihre geringe Sichtbarkeit und stereotype Rollenzuschreibungen prägen das Bild männlicher Pflege. Ziel dieser qualitativen Querschnittsstudie war es, persönliche Unterstützungsbedarfe dieser Männer aufzuzeigen. Dazu wurden sieben leitfadengestützte Interviews mit ehemals pflegenden Männern geführt und nach zusammenfassender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Stabile Rahmenbedingungen sowie wachsendes Erfahrungswissen erleichterten den Pflegealltag. Die häusliche Pflege im palliativen Kontext beeinflusste familiäre Strukturen ambivalent, indem sie sowohl stabilisierend als auch belastend sein konnten. Besonders die Mütter der Pflegenden übernahmen unterstützende praktische Aufgaben im (Pflege-)Alltag. Das Bedürfnis nach Selbstfürsorge wurde häufig mit der Sinnhaftigkeit der Pflege verknüpft. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass informell pflegende Männer mehr als nur praktische Hilfe benötigen: Insbesondere in den Bereichen Selbstfürsorge und transzendente Bedürfnisse besteht ein spezifischer Unterstützungsbedarf, dem mit zielgerichteten Angeboten begegnet werden sollte.

Schlüsselwörter:  Informell pflegende Männer, pflegende Angehörige, Unterstützungsbedürfnisse, palliative Pflegesituationen

Support needs of informal caregiving men in palliative care situations. A qualitative descriptive cross-sectional study.

Abstract

Knowledge about men providing informal care in palliative situations in Austria is limited to date. Their low 
visibility and stereotypical role attributions shape the image of male caregiving. The aim of this qualitative crosssectional study was to identify the personal support needs of these men. For this purpose, seven semi-structured interviews with former male carers were conducted and subsequently analyzed in accordance with Mayring’s approach to qualitative content analysis. The results show that stable conditions and growing experience made everyday care easier. Home-based palliative care exerted an ambivalent influence on family structures, as it could both provide stability and create strain. The carers’ mothers played a central role in providing practical support within the daily care context. The need for self-care was often linked to the meaningfulness of care. In conclusion, specific support needs were identified, showing that informal male carers require not only practical assistance but also support in the areas of self-care and transcendent needs, which should be addressed through targeted measures.

Keywords: informal caregiving men, caregiving relatives, support needs, palliative care situations​​​

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Korrespondenz:
Daniel Truber, BScN MScN 1
Dr.in Karoline Schermann, BScN MScN 2
Angela Flörl, BScN MPH 2
Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Christiane Kreyer 2
1 fhg - Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH; Innrain 98; 6020 Innsbruck; Österreich 
2 UMIT TIROL – Private Universität für Gesundheitswissenschaften und -tech￾nologie; Eduard-Wallnöfer-Zentrum 1, 6060 Hall in Tirol, Österreich
Auftraggeber*innen/Förder*innen:
Die Untersuchung hatte keine Auftragge￾ber*innen und Förder*innen. Es liegt kein Interessenskonflikt vor. 
Korrespondenzadresse:
Daniel Truber, BScN MScN daniel.truber@fhg-tirol.ac.at 

 

 

Erfolgsfaktoren und Hindernisse erweiterter Rollen und Kompetenzen von Pflegefachpersonen in der ambulanten und gemeindenahen 
Langzeitpflege: Eine qualitative Studie

 ISABELLE OEHSE, ELISABETH HAHNEL & FREJA ENGELMANN

Zusammenfassung

In Deutschland befinden sich Konzepte wie Community Health Nursing und Advanced Practice Nursing noch in der Pilotphase und stehen vor der Herausforderung der nachhaltigen Implementierung in der ambulanten Versorgung. Das Ziel der qualitativen Studie ist es, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Einführung erweiterter Rollen von Pflegefachpersonen zu identifizieren. Hierfür wurden semistrukturierte Interviews mit Vertreter*innen der pflegerischen und medizinischen Versorgungspraxis, Wissenschaft, Betroffenenvertretung sowie Gesundheitsbehörden und Bildungseinrichtungen durchgeführt. Die Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit MAXQDA 2022 ausgewertet. Insgesamt wurden n = 14 Interviews mit n = 15 o. g. Vertreter*innen durchgeführt. Die Auswertung ergab drei Hauptkategorien: (1) Neue Rollen und erweiterte Kompetenzen von Pflegefachpersonen, (2) Erfolgsfaktoren und Barrieren sowie (3) Weiterentwicklungspotenziale für eine erfolgreiche Implementierung. Eine Stärkung der Kompetenzen und Autonomie von Pflegefachpersonen ist entscheidend, um den Anforderungen der ambulanten Versorgung gerecht zu werden und das Berufsfeld attraktiver zu machen. Zur Überwindung von strukturellen, organisatorischen und individuellen Hürden und zur Ausschöpfung des Potenzials erweiterter Rollen sind klare Verantwortlichkeiten, gezielte Bildungsmaßnahmen und politische Initiativen erforderlich.

Schlüsselwörter: Rollen von Pflegefachpersonen, ambulante Langzeitversorgung, Implementationsbarrieren, Erfolgsfaktoren, qualitative Forschung

Success factors and barriers of expanded roles and competencies of nursing staff in home, community and outpatient care: A qualitative 
study

Abstract

In Germany, concepts like Community Health Nursing and Advanced Practice Nursing are still in early stages, facing challenges in long-term implementation especially in long-term care settings. The aim of this study is to identify success factors and barriers in the implementation of expanded roles of nursing professionals. Semi-structured interviews were conducted with representatives from nursing and medical care practice, academia, patient advocacy, health authorities, and educational institutions. The interviews were transcribed and analyzed using qualitative, category-based content analysis with MAXQDA 2022. A total of n = 14 interviews were conducted with n = 15 of the aforementioned representatives. The analysis of the interviews revealed three main categories: (1) New roles and advanced competencies of nursing professionals, (2) Success factors and barriers, and (3) Development potential for the successful implementation. Strengthening the skills and autonomy of care professionals is crucial in order to meet the demands of outpatient care and make the profession more attractive. Clear legal regulations, targeted training measures and political initiatives are required to overcome structural, organisational and individual hurdles and to exploit the potential of expanded roles.

Keywords: Roles of nursing professionals, long-term care, implementation barriers, success factors, qualitative research

Autoren: 
M.A. Isabelle Oehse, 
Dr. Elisabeth Hahnel, 
B. Sc. Freja Engelmann

IGES Institut GmbH

Auftraggeber*innen/Förder*innen: 
Die Interviews mit Expert*innen sind  Teil eines Forschungsprojekts, das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 
in Deutschland in Auftrag gegeben wurde. 

Korrespondenzadresse: 
elisabeth.hahnel@iges.com

Finanzierung:
Die Interviews sind Teil eines, durch das BIBB beauftragten Forschungsprojekts. 
Das Projekt hat eine Laufzeit von insgesamt 40 Monaten (2023 bis 2026).


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Die psychiatrischen Intensivbetreuung aus der Sicht von Betroffenen und Pflegefachpersonen - eine qualitative Untersuchung

 LARS ALSBACH1, MIRJAM MERKEL-KISS1 & ANDRÉ NIENABER2

Zusammenfassung:

Psychiatrische Intensivbetreuungen werden in akuten psychischen Krisen eingesetzt, die Intervention und ihr Nutzen sind jedoch bislang noch wenig bzw. unzureichend erforscht. Ziel dieser qualitativen Studie ist es, subjektive Erfahrungen mit der Intervention von Betroffenen in Deutschland sowie professionelle Deutungen psychiatrischer Intensivbetreuung systematisch zu erfassen. Dafür wurden zehn episodische Interviews mit psychiatrieerfahrenen Personen sowie vier Fokusgruppen mit 16 psychiatrischen Pflegefachpersonen geführt und analysiert. Die Auswertung erfolgte theoriegeleitet interpretativ nach der dokumentarischen Methode. Betroffene beschreiben die Intervention als hilfreich, wenn sie empathisch, beziehungsorientiert und transparent gestaltet ist. Belastend wirken hingegen eine mangelnde Aufklärung, entwürdigende Rahmenbedingungen und ein reiner Überwachungscharakter der Intervention. Pflegefachpersonen sehen den Nutzen in der Gewährung von Schutz, der Möglichkeit zur Deeskalation und in der Beziehungsgestaltung. Sie kritisierten unklare Zielsetzungen, strukturelle Defizite und fehlende Schulung. Beide Gruppen betonten die Notwendigkeit einer individualisierten und partizipativen Gestaltung. Eine wirksame psychiatrische Intensivbetreuung ist kontextabhängig und erfordert eine professionelle Haltung sowie gute institutionelle Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter: Psychiatrische Intensivbetreuung, Beziehungsgestaltung in der Psychiatrie, Partizipation von Patient*innen, Pflegeethische Spannungsfelder, Dokumentarische Methode

The Perspective of Service Users and Mental Health Nurses on Psychiatric Intensive Care – A Qualitative Study

Abstract

Constant observation is widely used during acute mental health crises, yet its perceived effects remain 
underexplored. This qualitative study examined the experiences of service users and the professional perspectives of psychiatric nurses regarding its benefits and risks. Ten episodic interviews with service users and four focus groups with a total of 16 psychiatric nurses were conducted. Data were analyzed using the documentary method to uncover orientation patterns and interpretive frameworks. Service users described constant observation as helpful when carried out with empathy, respect, and transparency, but found it distressing when reduced to mere surveillance. Nursing staff emphasized its potential for protection, de-escalation, and therapeutic relationship-building, while pointing to unclear objectives, structural deficits, and a lack of training. Both groups advocated for an individualized and participatory implementation. The findings suggest that constant observation is not a standardized intervention but requires professional sensitivity, appropriate conditions, and active involvement of those affected to be useful and effective.

Keywords: Constant Observation in Psychiatry, Therapeutic Relationship in Mental Health Care, Service User Involvement, Ethical Dilemmas in Psychiatric Nursing, Documentary Method of Interpretation

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Zu den Personen

Prof. Dr. Lars Alsbach 1
Dr. Mirjam Merkel-Kiss 1
Prof. Dr. André Nienaber 2

1 AKAD University Stuttgart
2 Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK) Basel (Schweiz), Hochschule Osnabrück

Auftraggeber*innen/Förder*innen:
Die Untersuchung hatte keine Auftragge￾ber*innen und Förder*innen. Es herrscht kein Interessenskonflikt. 

Korrespondenzadressen:
lars.alsbach@akad.de, mirjam.merkel￾kiss@akad.de, andre.nienaber@upk.ch

 

Die Integration internationaler Praxiserfahrungen in die Ausbildung 
zur Community Health Nurse in Österreich: Eine qualitative Analyse

 HARALD LIDAUER1, STEPHANIE KAINRATH1, GERHARD MÜLLER2, HARALD STUMMER1,3 & MICHAELA SCHAFFHAUSER – LINZATTI4

Zusammenfassung:

Hintergrund: Die Community Health Nurse (CHN) gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung und wird als vielversprechende Antwort auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen betrachtet. Dabei rücken internationale Erfahrungen als mögliche Impulsgeber in den Fokus, insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Ausbildung.Zielsetzung: Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, inwiefern internationale Lernformate – insbesondere Auslandspraktika – sinnvoll und praktikabel in die Ausbildung von CHNs in Österreich integriert werden können.
Methodik: Im Rahmen der Studie wurden 15 problemzentrierte Interviews mit Expert*innen aus den Bereichen Politik, Bildung und Praxis durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring systematisch ausgewertet.
Ergebnisse: Internationale Praxiserfahrungen werden von den Befragten als bereichernd eingeschätzt – 
insbesondere in Bezug auf das Verständnis der eigenen Rolle, die Entwicklung interkultureller Kompetenzen sowie die Stärkung des beruflichen Selbstbewusstseins. Gleichzeitig werden jedoch auch eine Reihe von 
Herausforderungen betont: Dazu zählen finanzielle Belastungen, sprachliche Barrieren, strukturelle 
Einschränkungen und eine bislang unzureichende curriculare Verankerung. Inländische Praxisfelder werden 
zudem vielfach als gleichwertige Lernorte angesehen.
Schlussfolgerung: Für eine zukunftsorientierte Ausbildung von Community Health Nurses ist ein ausgewogenes Modell erforderlich, das internationale Lernerfahrungen ermöglicht, soziale Chancengleichheit berücksichtigt und durch eine strategische Verankerung im Ausbildungssystem nachhaltig abgesichert ist.

The integration of international practical experience into training to become a community health nurse in Austria: A qualitative analysis

Abstract

Background: The Community Health Nurse (CHN) is becoming increasingly important in Austria and is seen as a promising response to current and future challenges in the healthcare system. International experience is coming into focus as a possible source of inspiration, particularly with regard to the further development and quality assurance of training.
Objective: This study examines the extent to which international learning formats - in particular internships abroad - can be meaningfully and practically integrated into the training of CHNs in Austria.
Methodology: As part of the study, 15 problem-centered interviews were conducted with experts from the fields of politics, education and practice. The data collected was then systematically analyzed using qualitative content analysis according to Mayring.
Results: The interviewees rated international practical experience as enriching - particularly in terms of 
understanding their own role, developing intercultural skills and strengthening their professional self-confidence. At the same time, however, a number of challenges are also emphasized: these include financial burdens, language barriers, structural restrictions and insufficient curricular anchoring to date. Domestic practice fields are also often regarded as equivalent learning locations.
Conclusion: Future-oriented training of community health nurses requires a balanced model that enables 
international learning experiences, takes social equality into account and is secured in the long term by being strategically anchored in the training system.

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Zu den Personen
DDr. Harald Lidauer, LL.M. 1; harald.lidauer@umit-tirol.at
Mag. Dr. Stephanie Kainrath, MSc 1; Stephaniekainrath@gmx.at
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Müller, MSc. 2; gerhard.muelller@umit-tirol.at
Univ.-Prof. Dr. Harald Stummer 1,3; Harald.stummer@umit-tirol.at
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Michaela Schaffhauser – Linzatti 4; michaela.linzatti@univie.ac.at

1 Institut für Management und Ökono￾mie im Gesundheitswesen, UMIT TIROL – Privatuniversität für Gesundheitswis￾senschaften und-technologie
2 Department für Pflegewissenschaft und Gerontologie, Institut für Pflegewis￾senschaft, UMIT TIROL – Privatuniversi￾tät für Gesundheitswissenschaften und￾technologie
3 IMC Krems, Institut Gesundheitsmanagement
4 Universität Wien, Fakultät für Wirt￾schaftswissenschaften

Auftraggeber*innen/Förder*innen:
Die Untersuchung hatte keine Auftragge￾ber*innen und Förder*innen. Es herrscht kein Interessenskonflikt.

 

Wie Angehörige das Erleben der pflegerischen Betreuung im Sterbeprozess beschreiben – eine qualitative Interviewstudie

 MARTIN KUCK1, HEIDI BERLEPSCH1, HEIDI PETRY2 & FRANZISCA DOMEISEN BENEDETTI3

Zusammenfassung:

Hintergrund: Angehörige begleiten sterbende Nahestehende häufig ohne Vorbereitung und befinden sich dabei in einer emotional hochbelasteten Situation. Obwohl sie eine zentrale Rolle im Sterbeprozess einnehmen, ist bislang wenig darüber bekannt, wie sie die pflegerische Betreuung in dieser Phase erleben.
Ziel: Diese qualitative Studie untersucht, wie Angehörige pflegerische Betreuung im Sterbeprozess erleben und welche thematischen Aspekte dieses Erleben prägen.
Methode: Es wurde eine qualitative Interviewstudie mit narrativen Interviews in der Schweiz durchgeführt. 
Zwischen Juni und September 2021 wurden zwölf Angehörige befragt, die eine ihnen nahestehende Person im Sterbeprozess begleitet hatten. Die Auswertung erfolgte mittels thematischer Analyse.
Ergebnisse: Die Analyse identifizierte vier zentrale Themenbereiche. Im Zentrum stand die Situation des sterbenden Menschen, an der Angehörige die Qualität der Betreuung beurteilten. Die Wahrnehmung pflegerischer Betreuung wurde wesentlich durch Kommunikation, Beziehungsgestaltung sowie wahrgenommene Professionalität geprägt. Die Rahmenbedingungen der COVID-19-Pandemie beeinflussten das Erleben zusätzlich, insbesondere durch Einschränkungen von Nähe und Besuchsmöglichkeiten. Aus dem Zusammenspiel dieser Faktoren entwickelte sich, ob Angehörige sich selbst als Person wahrgenommen fühlten.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer situationssensiblen, zugewandten und professionellen pflegerischen Begleitung, die sowohl den sterbenden Menschen als auch die Angehörigen einbezieht. Eine bewusste Gestaltung von Kommunikation und Beziehung ist zentral, um Angehörige im Sterbeprozess angemessen zu unterstützen.

Schlüsselwörter: Palliativpflege, Angehörige, Sterbephase, Erleben, qualitative Forschung

Relatives’ Perspectives on Nursing Care During the Dying Process: A Qualitative Interview Study

Abstract

Background: Family members often accompany dying loved ones without prior preparation and experience this period as emotionally highly demanding. Although they play a central role in the dying process, little is known about how they experience nursing care during this phase.
Aim: This qualitative study aimed to explore how family members experience nursing care during the dying process and which thematic aspects shape this experience.
Methods: A qualitative interview study using narrative interviews was conducted in Switzerland. Between June and September 2021, twelve family members who had accompanied a close person during the dying process were interviewed. Data were analysed using thematic analysis.
Results: The analysis identified four central themes. The situation of the dying person constituted the central reference point against which family members evaluated the quality of care. The perception of nursing care was strongly shaped by communication, relationship-building, and perceived professionalism. The conditions of the COVID-19 pandemic further influenced these experiences, particularly through restrictions on proximity and visiting opportunities. The interaction of these factors shaped whether family members felt recognised as persons within the care situation.
Conclusions: The findings highlight the importance of sensitive, attentive, and professional nursing care that includes both the dying person and their family members. Conscious attention to communication and relational aspects is essential to adequately support family members during the dying process.

Keywords: Palliative care, family members, dying phase, lived experience, qualitative research

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Zur Person

Erstautor
Martin Kuck, MScN 1

Co-Autor*innen
Heidi Berlepsch, MScN 1
Heidi Petry, Prof., Dr. phil. 2

Letztautorin
Franzisca Domeisen Benedetti, Dr.rer.soc 3

1 Universitätsspital Zürich (CH)
2 Universitätsspital Zürich (CH)
3 ZHAW Zürcher Hochschule für Ange￾wandte Wissenschaften, Institut für Pfle￾ge, Departement Gesundheit, Winter￾thur (CH)

Korrespondenzadresse:
martin.kuck@usz.ch 

Förderung 
Die vorliegende Masterarbeit wurde von der Gloria Gratwohl Palliativ-Stiftung Schweiz mit einem Preis ausgezeichnet. Der damit verbundene Anerkennungsbeitrag würdigt die inhaltliche Qualität und Relevanz der Arbeit. 

Interessenskonflikt
Der/die Autor(en) haben keine potenziellen Interessenkonflikte in Bezug auf die Forschung, Autorenschaft, und/oder Veröffentlichung dieses Artikels.